Leuchtpol Fortbildungsprojekt zu Energie und Umwelt in Glonn

Lucia Eierstock ist mit Leib und Seele Erzieherin. Sie arbeitet in der Kita Glonn und hat gerade eine berufsbegleitende Fortbildung im Zentrum für Umwelt und Kultur in Benediktbeuern absolviert. Das Thema „Energie und Umwelt“ hat es ihr angetan, doch wie kann man gemeinsam mit den kleinen wissbegierigen Kindergartenknirpsen ein so komplexes Themengebiet kindgerecht erforschen? Lösungswege und viele praktische Tipps dazu fand sie im Rahmen einer ganz neuen Fortbildung von „Leuchtpol“, die kostenfrei angeboten wird.

Das bundesweite Bildungsprojekt hat es sich zur Aufgabe gemacht, Bildung für nachhaltige Entwicklung am Beispiel von Energie und Umwelt schon in den Kindergärten zu verankern. Denn schon im Vorschulalter finden wichtige Bildungs- und Lernprozesse statt, die gezielt gefördert werden können. Dazu erweitern die pädagogischen Fachkräfte im Elementarbereich in einem dreitägigen Grundlagen- und einem sich anschließenden zweitägigen Aufbaumodul ihr Wissen in Bildung für nachhaltige Entwicklung. Besonderer Wert wird dabei auf Praxisnähe und die Einbindung der jeweiligen Einrichtungsstruktur gelegt.

So musste auch Lucia Eierstock für den Erhalt des Abschlusszertifikates eine Praxisaufgabe in ihrer Kindertagesstätte umsetzen. Sie hatte sich dafür das Thema „Auf den Spuren des Wassers“ ausgesucht. Von der Quelle in Ursprung bis zur Mündung in die Mangfall wanderte sie mit den Kindern ihrer Gruppe. Auf dem Weg entdeckten sie Wasserräder, Kraftwerke, Sägewerke und Mühlen. Ziel ihres Projektes war es, dass die Kindergartenkinder das Element Wasser als kostbares und wertvolles Gut erleben. „Sie sollten sensibilisiert werden für de Umgang mit unseren Ressourcen“, so die 53-jährige Erzieherin. „Seitdem tropft kein Wasserhahn in der Kindertagesstätte mehr“, merkt sie noch schmunzelnd an. Die Fortbildung von Leuchtpol hat ihr den Anstoß gegeben, sich mit dem Thema Umwelt auseinanderzusetzen. „Es ist immens wichtig, schon im Kindergartenalter damit anzufangen“, findet Eierstock. In einem bunt illustrierten Fotobuch und auf einer Plakatwand präsentierte sie den anderen KursteilnehmerInnen die Ergebnisse ihrer Arbeit.